3. SICHERE UND PFLEGLICHE HOLZERNTE
3.1 STARKHOLZERNTE IN BEFAHRBAREN LAGEN

Punkt:

3.1.1 Verfahrensoptimierung bei der Nadelstarkholzernte: Königsbronner Starkholzverfahren (KSV)

Erläuterung:

Das Königsbronner Starkholzverfahren (KSV) wurde für eine sichere, pflegliche und effiziente Nadelholzernte in befahrbaren Lagen entwickelt. Das Langholzverfahren eignet sich insbesondere für die Ernte stärkeren Nadelholzes in naturverjüngten oder strukturierten Beständen mit 40m-Rückegassenabständen, die einen nicht kranerreichbaren Mittelblock aufweisen.

Das KSV besteht aus drei Arbeitsschritten:  es vereint die Vorteile pfleglicher motormanueller Fällungen dünnörtig – und möglichst in Schlaglinien – zur Rückegasse mit einer sicheren und effizienten mechanisierten Aufarbeitung und Entastung der Kronen durch den Vollernter. Dieser übernimmt zudem das Vorrücken und Vorkonzentrieren der Sortimente entlang der Rückegasse. Gerückt wird mit einem 6- oder 8-Rad-Kombischlepper. Die Schlagordnung ermöglicht dickörtiges und damit vergleichsweise bestandesschonendes Rücken des Langholzes in der Klemmbank. Das Kurzholz kann aufgrund der Vorkonzentration mit wenigen Überfahrten im Korb gerückt werden.

Am Exkursionspunkt wird das KSV von ForstBW mit seinem Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn und dem Forstlichen Maschinenbetrieb Ochsenberg unter anderem mit praktischen Vorführungen veranschaulicht. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg wird Forschungsergebnisse aus der Untersuchung des Verfahrens vorstellen.

  • Mechanisierte (Rest-)Entastung und Aufarbeitung der Sortimente

    Mechanisierte (Rest-)Entastung und Aufarbeitung der Sortimente

  • Rücken der vorkonzentrierten Sortimente

    Rücken der vorkonzentrierten Sortimente

  • Motormanuelle Holzernte über Naturverjüngung

    Motormanuelle Holzernte über Naturverjüngung

Das Exkursionsbild stellen vor:

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