3. SICHERE UND PFLEGLICHE HOLZERNTE
3.3 HOLZERNTE - FOKUS BODENSCHONUNG

Punkt:

3.3.2 a Kölner Verfahren – Klimaschutz in der Holzernte mit Pferden – boden- und bestandesschonend, Naturverjüngungs einleitend, ressourcenschonend

Erläuterung:

Eine den Boden und Bestand schonende Holzernte in Laubmischwäldern stellte eine sehr große Herausforderung dar, nicht zuletzt an die eingesetzte Technik; diese sollte so umweltschonend wie möglich sein! Nachhaltigkeit erfordert den flächigen Verbleib des Schlagabraums im Bestand und vorbeugende Bodenschonung, sowohl im Bestand als auch auf den Rückgassen. Im Sinne einer zukunftsträchtigen Nachhaltigkeit ist naturverträgliche Holzernte in Laubmischwäldern eine beträchtliche, nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Mit dem Kölner Verfahren wird eine Holzerntemethode für die moderne Forstwirtschaft vorgestellt, die klare Vorteile bietet:

  • Gassenabstände mindestens 40 m
  • Motormanueller Einschlag mit gezielter Sortimentsauswahl, dadurch höchst möglichste Wertschöpfung für den Waldbesitzer (Privat-, Gemeinde-, Körperschafts- und Landeswald) und zukunftsfähige Entwicklung des verbleibenden Bestandes.
  • Durch Verwendung des Raupenwindenträgers MORITZ, Fa. Pfanzelt, werden die technischen Voraussetzungen seilunterstützten Einschlag jederzeit sichergestellt.

Das Kölner Verfahren umfasst drei, zeitlich voneinander unabhängige Gewerke:

  • Motormanueller Einschlag (mit Hilfe von MORITZ) und Aushaltung von Abschnittslängen, weshalb die Einhaltung einer fixen Schlagordnung entfällt.
  • Vorrückung der Abschnitte mit dem Pferd (höchstmögliche Bodenschonung!) an die Rückegasse. Auf der Rückegasse befindliche Abschnitte werden mit Pferdekraft am Bestandsrand den jeweiligen Sortimenten beigefügt.
  • Die End-Rückung des vorgerückten Holzes erfolgt mit dem kranbewehrten Tragschlepper bei nur einmaliger Befahrung der Rückegasse.

Die drei Gewerke können je nach Wetter und Witterung zeitlich getrennt oder zeitnah angegangen werden. Die Rückegasse wird nur einmal und nur befahren, wenn die schonende Befahrung gewährleistet ist.

Ergebnis des Kölner Verfahrens:

  • Schonung von Boden und Bestand
  • Wertschöpfung durch Sortimentsbildung und Erhaltung der Befahrbarkeit der Rückegassen und – durch weite Abstände der Rückegassen – Zurücknahme der Befahrungsintensität,
  • geringstmögliche Störung des Wasserhaushaltes und
  • Erhaltung der Bestandsstabilität, hohe soziale Anerkennung.
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  • 3_3_2_a_stertenbrink_Pit der Kluge_fti_1_20
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Das Exkursionsbild stellt vor:

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