3. Sichere und pflegliche Holzernte

3.3  Holzernte Fokus Bodenschonung

Punkt:

3. 3. 4a

Risiken, Chancen und Nebenwirkungen bei Feinerschließungssystemen mit Gassenabständen >24m

Kombinierte HE-Verfahren, motormanuelle Holzernte mit Langholzrückung; TwinTyre-Technologie – Einsatz beim herkömmlichen Holzrücken mit 6-Rad-Kombimaschine oder 4-Rad-Forstspezialschlepper 

Erläuterung:

Da eine Befahrung der Waldbestände ausschließlich auf dem Feinerschließungssystem erfolgen darf, ist dessen dauerhafte Nutzbarkeit von erheblicher Bedeutung. Die Vermeidung von witterungs- und technikbedingten Befahrungsschäden ist ein Dauerthema aller Forstbetriebe. Mit Vorgaben aus den forstlichen Zertifizierungen heraus steht teilweise für ganze Waldorte die Frage im Raum, ob und wie dort künftig eine mechanisierte Holzbereitstellung erfolgen kann.

Unter den im Landesbetrieb HessenForst im Staatswald geltenden Zertifizierungsstandards des FSC soll ein Einblick gewährt werden, welche Herausforderungen aber auch Chancen bestehen, künftig Holz mechanisiert bei Abständen von größer 24 m von Gassenmitte zu Gassenmitte bereitzustellen.

Dabei sollen die Unterschiede zwischen einer Befahrung bei Arbeitsblockbreite von 20 m zu einer von 40 m aufgezeigt werden. Die Nutzung von zusätzlichen Hilfsmitteln wie Traktionswinde oder Twin Tyre Technik wird aufgezeigt. Die Arbeitssicherheit bei der Zufällung aus/in den Zwischenfeldern wird thematisiert und eine Option zur Lösung vorgestellt.

Bodenschonung durch Traktionswindeneinsatz im Hangübergangsgelände
Twin Tyre bei der Langholzrückung

Punkt:

3. 3. 4b

Seilkran- und Vorrücketechnik zur Bringung von Starkholz-lang in ebenen oder schwach geneigten Lagen zur Reduktion von Befahrungsschäden

Erläuterung:

Der Einsatz horizontaler Seilbahntechnik mit Doppellaufwagen, mobiler Stütze (auch zur Überbrückung von Kahlflächen) kann eine Variante zur Bereitstellung von Starkholz auf bodenökologisch empfindlichen Standorten, aber auch insbesondere in der nassen Jahreszeit darstellen. Dabei unterstützt eine neuartige Vorrückeeinheit auf der Seiltrasse. Ziel dabei ist die zielgerichtete Fällung, die Lastbildung von Langholz sowie der Transport bzw. das Stellen von künstlichen Stützen.

Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, die jedoch für jeden Einzelfall unter Kostenaspekten und insbesondere und einer zu erntenden Mindestmenge individuell zu bewerten sind.

Lastbildung im Schlag
Langholzrückung mit Doppellaufwagen

Das Exkursionsbild stellt vor:

Hessen–Forst Technik

Markus Müller, Bebra

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