1. FLÄCHENVORBEREITUNG UND BESTANDESBEGRÜNDUNG

Punkt:

1 . 3 Die Windsaat – Innovationen im Platzsaatverfahren

Erläuterung:

Der naturorientierte Umbau der Waldbestände ist nach den jüngsten Schadereignissen eine dringende und Zukunft relevante Fragestellung für die Waldbewirtschaftung. Die Saat zum Voranbau ausgewählter Baumarten ist gegenüber der Pflanzung deutlich zu bevorzugen. Saatverfahren, für die die vorgefundenen Bestandsverhältnisse weitgehend irrelevant sind und somit keinerlei vorbereitende Eingriffe erfordern, sind zugleich ökologisch und ökonomisch wertvoll.

Mit der Windsaat steht der Forstwirtschaft eine Saatmethode zur Verfügung, die durch ihre einfache Anwendung verblüfft und auf beinahe allen Flächen problemlos angewandt werden kann.

Die markantesten Eigenschaften

– Ohne Bestandsvorbereitung

– direkt nach der Holzernte möglich

– auch in Steillagen durchführbar

– ohne jegliche Befahrung

– individuelle Auswahl geeigneter Saatplätze

– Abgasfrei

– geringer Finanzbedarf

Durch die Windsaat können einzelne Horstsaatplätze oder auch ganze Bestände bearbeitet werden. Verschiedene Baumarten können in einem Arbeitsgang auf eine Fläche aufgebracht werden. Die rein manuelle Tätigkeit bedarf keiner Vorbereitung der Waldbestände und kann mit geringem Rüstaufwand durchgeführt werden. Durch die Verwendung nichtstratifizierten Saatgutes kann die Aussaat über mehrere Monate hin erfolgen. Der Keimprozess wird durch die natürlichen Gegebenheiten eingeleitet, oft einzeln je Saatkorn. Diese Vorratssaat kann über 2-3 Jahre ihre Keimfähigkeit erhalten und somit den richtigen Moment zur Keimung abpassen. Mit einer angepassten Wilddichte können Zäunungen oder Einzelschutz entfallen.

Da die beschriebene Windsaattechnik gewerbliches Schutzrecht erlangen soll, sind zum jetzigen Zeitpunkt leider keine weiteren Angaben möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Das Exkursionsbild stellt vor:

Fuhrhalterei Stertenbrink

Elmar Stertenbrink, Erkrath

Vorstellung Institutionen:

Dienstleistungen Forstwirtschaft; Waldarbeit mit Pferden – warum?

Unser Betrieb hat sich auf die Arbeit mit Pferden im Wald spezialisiert. So wird z.B. das geschlagene Holz aus den Beständen mit Pferden auf der Rückegasse für die Endrückung mit dem Trag-, Seil-, oder Zangenschlepper konzentriert. Die Effizienz dieses Pferdeeinsatzes wird von keiner Maschine erreicht. Unser Betrieb kombiniert daher sinnvoll den Einsatz von Pferd und Maschine in der modernen Forstwirtschaft und kann dem Waldbesitzer alle anfallenden Arbeiten im Bereich der Holzernte kostengünstig anbieten.

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